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calanau

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61

Sonntag, 24. November 2013, 23:43

Natürlich sollst du berichten. Ist so spannend. Da sind sicher noch viele Geräusche, die endlich von die gehört werden sollten. Ganz viel Erfolg auf dem Weg.
Viele Grüße
Silke
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LaFleur

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62

Dienstag, 26. November 2013, 19:38

Grüße aus dem ****Hotel... Nein, ich könnte es mir nicht leisten, doch das läuft alles so über die Krankenkasse und ich finde es angenehmer als im Krankenhaus! Morgens tolles Frühstücksbuffet mit allem was das Herz begehrt und das Zimmer mit großem Bett, Federweiche Matratze mindestens 35 cm hoch (die Matratze natürlich) und klimatisiert. Bad mit Badewanne. Kühlschrank und Safe.

Genug vom Hotel, nun zu mir!
Klasse! Gigantisch! Nein, GRANDIOS!!! Meine Erwartungen - hähä nämlich keine - wurden tausendfach übertroffen. Habe ich doch damit gerechnet, erstmal nur piepsen bei jedem Geräusch für wenigstens 6 Wochen erdulden zu müssen, hatte ich diesmal nichts davon! Klasse, einmalig! Gestern hatte ich mehrmals übern Tag die Lautstärke weiter und weiter anpassen müssen, weil bereits nach 2h die Einstellung zu leise war, Am frühen Abend war dann das Höchste erreicht, was einprogrammiert wurde. Alles klang zwar noch sehr sehr dumpf, verwaschen, aber hey! Ich kann hören!!! Alles andere wird sich finden, darauf vertraue ich.

Heute wurde dann die zweite Einstellung vorgenommen, und siehe da, plötzlich wird der Klang gaaaanz anders, etwas durchdringender und deutlicher, heya! So soll das sein. Beim anschliessendem Hörtraing hab ich nur mit dem CI fast alles korrekt verstanden. Bei Zahlen mit Papiervorlage nahezu 100%, yeah! Die Therapeutin war nur noch am staunen. Momentan trage ich nur das neue CI, damit ich mich darauf konzentrieren kann.

Es ist noch lange nicht perfekt, aber diese Erfolge und das Sprachverstehen bei den Wortübungen am 2. Tag sind unglaublich für mich, vorallem mit dem Vergleich vom erstem CI vor 10 Jahren, da dauerte es 3 Monate bis ich überhaupt Sprache verstand.
Damals sagte ich mir: Hey, 19 Jahre bzw. 15 Jahre kaum hören können, wischt man nicht einfach weg. Es braucht seine Zeit und ich gab mir diese Zeit. Auch jetzt gebe ich sie meinem Körper und mir! Es wird sich alles so fügen und entwickeln, wie es für mich gut ist!

Mit diesen Worten wünsch ich euch einen wunderschönen und entspannten Abend!
.oO(Quakige Grüße von LaFleur)

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »LaFleur« (26. November 2013, 19:45)


Doris H.

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63

Mittwoch, 27. November 2013, 12:58

Hallo LaFleur....ich war bisher stille Leserin deines Beitrags, doch nun möchte ich dich einfach mal wissen lassen dass es sehr erfreulich ist von deinen Erlebnissen zu lesen. Ich nehme an dass diese positiven Ergebnisse gewaltige Glücksgefühle in dir auslösen. Das ist so schön und freut auch mich als unbeteiligte Person. Ich wünsche dir von Herzen dass alles so erfolgreich weiterläuft wie bisher und du am Ende zu 100 % zufrieden sein wirst.

shaida

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64

Mittwoch, 27. November 2013, 13:44

uiiiii das klingt ja alles sehr spannend.....ich wünsche dir das alles so läuft wie du es dir wünscht ...und du hast ja auch schon riiiiiiiiiiiiesen fortschritte gemacht wie ich lesen kann... HUT AB und WEITER SO :thx_zwo:
nein ich schlaf grad mal net
:mue: :lach1: :mue:

Michaela

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65

Mittwoch, 27. November 2013, 14:49

es freut mich sehr für dich, das sich alles so positiv für dich entwickelt, ich wünsche dir von ganzem Herzen das es weiter bergauf geht :bye:
Ich wünsche euch einen schönen Tag :kusshand:

calanau

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66

Mittwoch, 27. November 2013, 14:57

Toll, dass es so sehr voran geht. Wir haben ja beide gerade eine spannende Zeit, aber deine Geschichte erinnert mich immer sehr daran, wie unbedeutend mein momentaner Lebensmoment ist. Unser Umzug geht vorbei, aber die Tatsache, dass du so lange Jahre nicht hören konntest, das ist schwer vorstellbar. Umso schöner, dass es für dich gerade ein Happy End gibt. Oder besser einen glücklichen Start in eine geräuschvolle Zukunft. Dein Mini wird dir noch so viele Sprüche drücken. Die darfst du auf keinen Fall verpassen.

Da fällt mir ein, dass eine andere nicht hörende Frau mich die letzten Jahre sehr beeindruckt hat. Sie hört gar nichts und doch spricht sie fast perfekt. Man merkt, dass sie "komisch" redet, aber vor dem Hintergrund finde ich das einfach enorm. Sie liest Sprache von den Lippen. Ich wusste ja, dass das geht, aber es mal live zu erleben ist noch mal anders.
Viele Grüße
Silke
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Käte

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67

Mittwoch, 27. November 2013, 16:08

Hallo LaFleur,
ich freue mich für Dich, dass alles so wunderbar verläuft.

Liebe Grüße
Käte

LaFleur

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68

Mittwoch, 27. November 2013, 17:18

@ calanau
Hey, du leistest im moment doch selber unglaubliches mit deinem Umzug und der Haussache, da ziehe ich genauso meinen Hut vor dir *lächel*


Auf dem Ohr hörte ich in der Tat die letzten 10 Jahre nicht mehr wirklich, auf dem anderem Ohr wurde ich ja damals 2004 implantiert. Davor habe ich 15 Jahre nur 10% Hörvermögen gehabt, was für mich sehr viel war. Ich hab Jahre mit Standardhörgeräten das Beste rausgeholt, hörte Musik, telefonierte bis das bisshen flöten ging... Und da kam dann das 1. CI und eröffnete mir eine neue, wundervolle Welt des Hörens. Ich habe also in dem Sinne nur eine kurze Zeit, in der ich nichts hörte und diese Zeit war furchtbar, da ich mich komplett zurückzog im sozialem Bereich, meine erste Ehe scheiterte daran, weil die Kommunikation nahezu unmöglich war. Es kamen noch andere Gründe dazu, aber das war der Hauptgrund.

Die ersten Jahre konnte ich mitder Hörgerät-CI-Kombination noch sehr viel erhalten, nämlich ein volles Klangbild, dass aber dann vor 3-4 Jahre anfing zu schwinden, das CI herrschte allein und nachdem die Ursache meiner Hörstörung dann klar war durch molekulargenetische Untersuchungen, stellte sich mir die Frage nach einem zweiten CI nicht mehr, sondern ich wusste tief in mir, dass es da weiter geht. Im Frühjahr bei der jährlichen CI Nachsorge teilte ich dem Arzt dss mit und dann kam alles ins Rollen. Der Zeitpunkt ist optimal.

Ich kenne auch wenige Personen, die von Geburt an gehörlos sind, aber deren Aussprache einzigartig klasse ist, unglaublich. Dahinter steckt jahrelanges Lautsprachtraining und viele, wahsinnig viel Stunden Übung. Ich ziehe meinen Hut vor diesen Menschen, denn diese Leistung ist mehr als brilliant!

Lippenlesen... Konnte ich einst sehr gut, früher eher nicht so gut, da ich Gehörtes und Abgelesenesin Kombination benutzte und erst als das Restgehör flöten ging, blieb mir nur das und mein Umfeld hat nur gestaunt, wie gut ich das konnte. Meine Schwester und ich haben da gerne während der Mahlzeiten nur mit Lippenlesen gesprochen, um die Eltern und Brüder zu ärgern ;-)

Mit dem Neuerwerb des Sprachverstehns durch das CI bin ich in der Hinsicht wieder sehr faul geworden, denn Lippenablesen kann unheimlich anstrengend sein und erfordert viel Konzentration. Ich lese heute eigntlich nur noch begleitend ab.



Danke für eure Kommentare :)
.oO(Quakige Grüße von LaFleur)

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69

Donnerstag, 16. Januar 2014, 08:23

ca 3 Monate postoperativ / 2 Monate mit zwei CIs

Guten Morgen =)

waaaaaaaas? Die Operation ist tatsächlich schon fast drei Monate her und die Erstanpassung bald zwei Monate.
Die Zeit rast! Achja, da war ja noch die Adventszeit, Weihnachten, Silvester und Geburtstage von meinem Sohn und mir dazwischen, da muss die Zeit ja so schnell vergehen! Nun ist der ganze Trubel vorbei :frl017: und ich kann mich nun wieder auf andere Dinge konzentrieren. Welche Dinge? Zum Beispiel das stereo hören Mega_freu

Der "Erfolg" hält sich noch in Grenzen, doch das liegt wohl daran, dass ich irgendwie unterbewusst höhere Anforderungen an das zweite CI stelle und insgeamt etwas ungeduldiger bin, obwohl ich eigentlich weiß, dass es seine Zeit braucht und ja, ich geb diese mir auch... jedoch ist doch die Ungeduld leicht vorhanden. Nein, ich bin nicht enttäuscht oder so, sondern ich freue mich wirklich über jeden noch so kleinen Fortschritt, denn allein das ist schon unbezahlbar.

Anfangs hatte ich ja drei Tage nur das neue CI online, das zweite wurde am vierten Tag zugeschalten und da fing es schon an, dass meine ursprüngliche Lautstärke VIEL zu laut war. Das ist ja kein Thema, da gibt es eine nette Funktion die sich "Lautstärkeregelung" nennt :D ... also ging es die Zeit nach der Erstanpassung darum, einen gemeinsamen Wert auf beiden Seiten zu finden, also so, dass ich auf beiden Seiten ungefähr die gleiche Lautstärke habe. Fakt ist jedoch, dass mein zweites Ohr sich relativ schnell an die Lautstärke gewöhnt hat (wofür ich beim erstem Ohr Monate brauchte) und ich jetzt schon am Rande der Lautstärke-Kapazität angelangt bin. Es ist zum Glück noch Kapazität nach oben und hat sich eingependelt. Man kann den Soundprozessor ja mit mehreren Programmen belegen (vier) und so hab ich zwei Programme, falls die Lautstärke auf dem ersten Programm das obere Limit erreicht, aber das ist wirklich die letzte Kapazität auf dem zweiten Programm. Sehr viel lauter wird es nicht gehen. Also hoffe ich doch, dass es sich bei dieser Lautstärke soweit eingependelt hat.

Im Stereohören habe ich ein großes Plus gemacht! Es ist Wahnsinn, wie sich die Wahrnehmung mit zwei Ohren doch verändert. Sei es im Alltag, Straßenverkehr oder draußen. Wow! Grandios! Gigantisch! Vorallem gab es einen großen Schritt im "orten" von Geräuschen, also die Quelle heraushören. Ich merke das besonders daran, wenn mir etwas kleines runterfällt und ich sagen konnte, in welche Richtung sich das bewegt hat, krass! Auch das Sprachverstehen insgesamt mit beiden CIs ist deutlich besser und noch entspannt wie davor. Ich habe das Gefühl, dass ich auch im Radio die Nachrichten sehr viel besser verstehen kann. Also mit beiden Ohren, ein deutliches plus! Und ergänzt sich irgendwie im Tonbereich klasse. Höre ich mit der ersten CI Seite doch mehr den höheren Tonbereich, hab ich mit dem zweiten eher den tieferen Bereich, klingt irgendwie vorallem in Filmen und beim Musikhören viel klangvoller. Schalte ich eine Seite aus, fehlt etwas ;) ohne gehts es also nicht mehr.

Anders sieht es mit der neuen Seite allein aus. Geräusche erkennen geht schon langsam besser, Lautstärke unterscheiden ist eher kein Problem. Zahlenverständnis gut, ja schon fast sehr gut. Wörter und Sätze sind das eine, besonders das erkennen der Umlaute A, E, I, O, U... A klingt noch wie ä, E und I klingen sehr gleich und A und O ebenfalls, also alles nicht so einfach. Doch meine Erfahrung zeigte mir ja, dass es nur seine Zeit braucht, wie sonst hätte ich es auf der ersten CI Seite soweit gebracht? Die größte Schwierigkeit von mir ist die tiefere Tonlage im verstehen insgesamt, mal schauen wie sich das entwickelt - vielleicht ist das auch alles nur eine Übungssache und Einstellungssache - denn die erste Zeit braucht man ja mehrere "Einstellungen" und meine nächste ist ja im März, evt. werde ich diese vorziehen, da es ein paar kleinere Probleme gibt, dazu gleich mehr. Auf jeden Fall ist das zweite CI jetzt schon unentbehrlich geworden für mich. Es bereichert sovieles! Auch hat sich das Gehirn inzwischen daran gewöhnt, das unterschiedliche Hören zu einem Hören zu verbinden und als ganzheitliches Klangbild darzustellen. Das freut mich sehr. In der Hinsicht war ich sorglos, denn vom Hörgerätzeitalter her kannte ich das ja schon. Auch hier musste das Gehirn das unterschiedliche hören zusammenfügen zu einem ganzheitlichen Klangbild zu erzeugen. Damals dauerte es länger, diesmal ging das ratzfatz, da das Gehirn es ja bereits kannte.

Nun zu den "kleineren" Problemen:
- Geschmacknervstörungen
Es wurden ja kleine und feine Nerven durchtrennt bei der Operation und auch diesmal sind wie bei der ersten Operation die Geschmacknerven betroffen. Die erste Zeit hatte ich Beispielsweise auf der einen Zungenhälfte absolut keinen Geschmack und auch kein Gefühl (das merk ich vorallem wenn ich Mineralwasser medium trinke, es prickelt nichts auf der Zunge, weswegen ich derzeit nur stilles Wasser trinke. Auch geschmacklich geht auf der Seite momentan gar nichts, weder salzig noch süß noch sauer, nichts da! Und somit konnte ich auch keine "Störungen" bemerken die von den einzelnen Elektroden ausgehen. Ihr müsst euch das so vorstellen: In meiner Hörschnecke ist ein kleiner Elektrodenstrang mit 22 Elektroden, die so an unterschiedlichen Stellen platziert sind. Der Hochtonbereich der Hörschnecke ist recht weit vorne und der Tieftonbereich hinten. Man kann nicht immer die Elektroden vollständig einführen, aber das ist kein Thema bei mir, da wurde die Elektroden beiderseits vollständig eingeführt. Der Soundprozessor (sieht aus wie ein großes Hörgerät) nimmt den Schall aus, wandelt ihn in digitale Signale um und gibt diese induktiv an das unter der Haut liegende Implantat weiter. Das Implanat wandelt diese wiederum in elektrische Impulse um und leitet sie an die Elektroden weiter. Und diese Elektroden stimulieren den Hörnerv direkt und vermitteln einen Höreindruck. Es kann vorkommen, dass mit dem Abheilprozess und dem wiederkehrenden Gefühl der Geschmacknerven (wie bei mir), durch bestimmte Töne ein Überreiz entsteht und man dann entweder feine Zuckungen an Auge oder Mund wahrnimmt, oder kribbeln oder auch, wie es bei mir jetzt der Fall ist, einen metallischen Geschmack, Ministromstöße an der Zunge. Das tritt nur bei gewissen "Tönen" auf. Das Positive ist, es zeigt mir, dass die Nerven sich langsam wieder regenerieren und sich alles normalisiert, der Nachteil ist eben, dass ich momentan das neue CI meist nicht mehr zur gewohnten Lautstärke hochschalten kann um gut zu hören. Es gibt aber auch hierfür eine Lösung und zwar die entsprechenden Elektroden entweder abzuschalten oder niedriger einzustellen. Das Abschalten muss nicht unbedingt bedeuten, dass man dann schlechter hört. Auf meiner ersten Seite sind auch glaub 2 Elektroden offline und 2 so eingestellt, dass diese Reize nicht auftreten.) Es gibt sogar CI Träger, die mit 7 Elektroden wirklich ein gutes Sprachverstehen haben.

Nun, das war ein langer Bericht und ich hoffe doch, dass es den einen oder anderen interessiert. Ich bin unsicher, ob ich hier zwei Fotos zeigen soll von der Operationsnarbe (ist auf beiden Fotos gut verheilt zu sehen und ohne Fäden/Klamern) - dort ist halt unter anderem der gravierende Unterschied der Narbenlänge zu sehen. Ich weiß halt nicht, ob sowas hier gerne gesehen ist?
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calanau

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Donnerstag, 16. Januar 2014, 08:45

Ich finde es nach wie vor spannend, dass du uns so hautnah dabei sein lässt. Ich fiebere mit dir für eine gute Entwicklung. Ich höre manchmal auch schlecht. Dann verstehe ich nicht, was mein Mann sagt (akustisch…). Das macht mich kirre. Wenn ich dann dauernd sagen muss, dass er lauter und in meine Richtung reden soll. Auch wenn ich am Wasserkocher stehe und jemand redet mit mir, während der rauscht, störrt mich das unwahrscheinlich. Ich habe dann Schiss, dass mein Hörvermögen nachlässt. Und das sind ja wahrscheinlich alles Kleinigkeiten verglichen mit dem, was du hinnehmen musstest und jetzt zu verbessern versuchst. Aber schon diese kleinen Momente fühlen sich doof an.
Viele Grüße
Silke
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Donnerstag, 16. Januar 2014, 09:43

@ Silke
hören im Störlärm ist auch doof! Das mag ich absolut gar nicht und mein Mann tut sich damit manchmal auch schwer zu verstehen, dass ich dann im Störlärm schlecht verstehe. Tja so ist das eben, wenn man faul wird was Lippenablesen angeht und sich fast nur noch auf die Ohren verlässt - eine unglaubliche Wendung! Sowas hätte ich mir vor 10 Jahre nie träumen lassen! Wenn du möchtest, kann ich dir gerne mal per PN meine private Webseite mailen, da hab ich unter anderem auch einen Bericht drin stehen über die erste Zeit mit CI und das entdecken der hörenden Welt.

Was dein Hörgefühl betrifft, kann ich dir von Herzen nur einen Rat geben und zwar: Laß einen einfachen Hörtest machen und du weisst woran du da bist. Ich bin eher der Typ, der solche "Warnsignale" sehr ernst nimmt. Drück dir die Daumen, dass mit deinen Ohren alles gut ist! :frm017:
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Freitag, 31. Januar 2014, 14:45

@ Schattenspinner
schade, dass du deinen Beitrag gelöscht hast. Wollte gerade noch darauf antworten. Wollte da nicht einfach so was schreiben, sondern in Ruhe und mir die Zeit nehmen, deswegen dauerte es :(
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Freitag, 31. Januar 2014, 15:09

@LaFleur: Beim nochmals Durchlesen kam es mir so "jammerig" oder bisschen verbittert vor... so war es von meiner Seite aus absolut nicht gemeint. Deswegen hab ich es gelöscht.
Ich weiss, dass Du es durchaus richtig verstanden hast, aber ich weiss nicht, ob es nicht vielleicht auf andere etwas - wie soll ich es ausdrücken: geschmacklos? - wirkt. Von daher auch ein Grund für mich zu löschen. :rot
Also, nicht falsch verstehen, ja? :kuss: Und antworten kannst Du ja trotzdem noch drauf! :D
Es gibt bei allem zwei Seiten - ein zu wenig und ein zu viel. Ich bin da eben auf der Seite des "Zuviel". Ich hab viel darüber nachgedacht seit ich diese Beiträge von Dir gelesen habe. Und ich habe sehr viel Hochachtung vor Dir, eben weil Du so stark bist und so gut mit allem umgehst. Dabei noch so eine Frohnatur bist! Ich finde das grossartig! :thumbsup:
Ich weiss nicht, ob ich das schaffen würde - eher nicht, denke ich.
Mit dem "Zuviel" umgehen, das geht bei mir besser... ich würde durchdrehen, wenn sich das plötzlich ändern würde. Wie verkraftest Du bei Dir die Änderung? Ist das nicht manchmal erschreckend? :kokra
Ganz liebe Grüsse
Inge
:wn020: :wn017: :wn020:

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Freitag, 31. Januar 2014, 16:09

Okay, das kann ich verstehen und es ist doch in Ordnung *lächel*
Ich finde es vorallem interessant, wie unterschiedlich die "Menschen" wahrnehmen. Egal mit welchen Sinnen.

Wie ich die Änderung bei mir verkraftet habe? Gute Frage! Wirklich eine sehr gute Frage.
Damals, als es anfing, war ich noch ein Kind. Gerade mal 7 Jahre jung... in drei Jahren ein rapider Abbau des Gehörs und dann Stillstand bei Restgehör 10%. Ich hab es damals "angenommen" wie es ist, denn ich konnte es nicht ändern. Mit dem Älterwerden allerdings wurde es für mich auch immer schwieriger, meine Hörschädigung als Teil von mir zu akzeptieren, da sie mich immer wieder an meine Grenzen brachte. Dabei wollte ich doch als Teen oder auch später "einfach nur" am sozialen Leben teilnehmen - dazugehören. Ich fühlte mich oft ausgegrenzt, weil ich eben nicht alles mitbekam. Ich stand zwischen zwei Gruppen, einmal die Normalhörenden, einmal die Hörgeschädigten/Gehörlosen und in keiner Welt fühlte ich mich "zugehörig" - ein Gefühl wie von einer anderen Welt zu kommen. Das Schlimmste war, dass meine erste Ehe aufgrund von Kommunikationsprobleme (Hauptgrund) flöten ging, als ich mein restliches Gehör verlor. Meinem Ex-Mann kann ich es heute nicht verübeln, nein, denn es war gut so, wie es war. Ich stand "allein" da und zog mich sozial komplett zurück, das war sehr traurig. In der Zeit hat sich mir auch sehr deutlich gezeigt, wer meine wahren Freunde sind, denen war keine Mühe zuviel, so anstrengend es mit mir war, sie waren da für mich. Das Allerschlimmste für mich jedoch war, als ich gänzlich in die Welt der Stille verbannt wurde. Das war für mich furchtbar, wirklich schlimm für mich. Wollen und nicht zu können... meine Hoffnung lag damals in neuen Hörgeräten, aber die brachten auch nichts mehr. Bitter erkannte ich, dass es nur zwei Wege gibt: CI oder Stille... ich wählte das CI ohne zu zögern. Im Wissen und Vertrauen dass alles gut wird. Damals fand nicht nur das mit der Ertaubung an, sondern zugleich sensibilisierten sich meine Wahrnehmungen auf anderen Ebenen sehr stark (ich befasste mich zu der Zeit bereits ca. 2 Jahre mit Energiearbeit/Meditationen/Lichtwesen und höhere Dimensionen, unter anderem auch Selbstfindung, Selbstverwirklichung, Selbstfindung). Erst mit dem CI konnte ich meine Hörschädigung als Teil von mir annehmen.

Da ich nichts mehr zu verlieren hatte, entschied ich mich für die Operation.
Am Tag nach der OP bekam ich eine E-Mail von meinem damaligen Mann, dass er sich trennen möchte, zwei Tage später musste noch mein Kater eingeschläfert werden - eine harte Zeit. Doch sie lehrte mich eines: Alles ist gut, wie es ist - nichts geschieht grundlos. Auch wenn man das Positive nicht immer gleich erkennen kann. Ca. 6 Monate nach der OP lebte ich für ein halbes Jahr bei einer Familie, die spirituell ist und die unter anderem auch diverse Seminare abhält (Schwitzhütte, Klangschalen, usw. usf.) - zu der Zeit gab es keinen TV, kein Internet, kein Telefon - PC hatte ich ja, denn ich musste mein Fernstudium ja noch beenden, dass ich kurz vorher bewilligt bekam.

Das Wiederhören können ist für mich eine unglaubliche Veränderung. Es war anfangs nicht leicht mit dem ersten CI, mit dem zweiten geht es eigentlich sehr viel leichter, vermutlich weil es vom Klang her durch das erste CI voller klingt. Weißt du, ich hatte so wenig und doch hatte ich so viel. Hierbei geht es nicht um das Materielle, sondern um viel mehr. Ich hab wieder Lebensqualität gewonnen und noch immer erstaunt es mich immer wieder, wie ich immer noch "Blockaden" abbaue und noch mehr Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein aufbaue. Es gibt immer noch Situationen, wo ich in meine alte Denkmuster und Verhaltensmuster falle und das Leben zeigt mir, dass es hier nichts mehr gibt, worüber ich mir überhaupt noch Gedanken machen sollte. Zum Beispiel: Telefonieren! Es fehlt mir immer noch an Selbstvertrauen, ganz normal zum Telefon zu greifen und zum Beispiel beim Arzt anzurufen und einen Termin zu vereinbaren. Denn DAS konnte ich in meinem Leben noch nie wirklich. Dann denke ich immer: Was mache ich, wenn ich den Gegenüber am Telefon nicht verstehe? Das ist noch eine sehr schwierige Sache für mich. Doch das anrufen im KiGa klappt inzwischen sehr gut, da habe ich meine "Blockade" abgebaut, aber gut, hier kenne ich die Erzieher und sie wissen, wie sie mit mir reden müssen, das macht es einfacher - aber das war ein Meilenstein für mich.

Kurz und knapp:
Ich freue mich heute über diese Wahnsinns-Veränderung in meinem Leben, egal ob erstes oder zweites CI, beide geben mir etwas, wovon ich nicht mal zu träumen wagte!

Ohje, nun habe ich wirklich sehr viel geschrieben und das zu einer "kleinen Frage"! Ich hoffe, meine Antwort überfordert dich nicht :lach1:

P.S.
Ich liebe Musik! Ohne sie kann ich nicht leben :)
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Samstag, 1. Februar 2014, 00:42

Hihi, nee, Deine Antwort überfordert mich nicht! :D
Schön, dass Du es so positiv sehen kannst! :thumbsup:
Ganz liebe Grüsse
Inge
:wn020: :wn017: :wn020:

LaFleur

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Samstag, 1. Februar 2014, 06:33

Hihi, nee, Deine Antwort überfordert mich nicht! :D
Schön, dass Du es so positiv sehen kannst! :thumbsup:


:frm017:
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Ormele

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Samstag, 1. Februar 2014, 10:48

Hallo LaFleur,

Dein Beitrag ist so interessant, ich freue mich mit Dir und Deiner postiven Veränderung.
Ich hatte überhaupt kein Wissen und Vorstellung von all dem.
Liebe Grüße vom Ormele :bripu :les: :byeee:

LaFleur

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Dienstag, 18. März 2014, 14:19

:huhu:

nun endlich wieder ein kleines Update von mir über das Leben mit zwei Cyberohren.
Inzwischen war ich wieder zur Neuanpassung und nun ist es zwar wieder "anders", aber das ist Gewöhnungssache! Dauert ca 4-6 Wochen bis ich mich wohl an die neue Einstellung gewöhnt habe, besonders die ersten Monate verändert sich das Hörspektrum noch sehr schnell und dann dauert die Umgewöhnung eine zeitlang. Beim ersten CI verändert sich nicht mehr wirklich etwas, es gibt nur noch kleine Veränderungen, jedoch noch weiter Hörerfolge.

Zahlenverständnis bin ich beidseitig bei 100% - da kann ich nicht mehr besser werden :genauso:
Getestet wurde diesmal: Sätze ohne Störlärm, Sätze mit Störlärm (10 dB) und Einsilber. Einsilber: jede Seite für sich 45%, zusammen auch 45% - da hab ich einen wahnsinnigen Schritt nach vorne gemacht. Vor ca. 9 Monate war ich da mit einer Seite allein bei knapp 20%. Bei Sätzen ohne Störlärm bin ich von 69% (einseitig) auf 85% (beidseitig) geklettert - wow! Ich sagte zu meinem Pädagoge: So gut war ich noch nie! Er schaute nach und wirklich, so ein gutes Ergebnis hatte ich noch nie mit CI/CIs). Das Beste jedoch waren die Sätze im Störlärm! Da habe ich mich von 7% auf 30% verbessert!

:sen:

Anmerkung zum Satztest: Die Sätze werden von CD abgespielt und dazwischen ist gerade so lange Pause, dass es reicht den Satz schnell zu wiederholen - es bleibt keine Zeit um darüber nachzudenken was gesagt wurde.

Ich bin im großen und ganzen bisher sehr zufrieden und zuversichtlich, dass es noch viel besser werden wird.
Die Probleme mit den Geschmacknerven (Ministromstöße) wurden auch beseitigt, so kann ich nun mit der optimalen Lautstärke hören.
Geschmacknervstörungen sind noch vorhanden, wird aber ganz langsam.
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Dienstag, 18. März 2014, 16:43

Ich habe großen Respekt vor dir.

Es ist nicht selbstverständlich das jemand so offen mit einer Erkrankung umgeht.

Ich ziehe meinen " Hut " vor dir , bleib wie du bist und gib die Hoffnung niemals auf, sonst komm ich vorbei und :frm017: :freundschaft: :stre:
LG :tier026:

Sabine

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Dienstag, 18. März 2014, 20:43

Wahnsinn............................... deine Geschichte.
Hab sie heute erst gesehen und gelesen, es liest sich wie ein spannendes und sehr schönes Buch !!!! Und doch ist es deine Lebensgeschichte. Es freut mich sehr, das alles so gut klappt mit dem Hören und ich drücke dir die Daumen, das alles so toll für dich bleibt !!!
Danke für deine Ehrlichkeit, deine Offenheit. Sie zeigt mir, wie froh man eigentlich sein sollte, wenn man "alles" empfinden kann, wenn alle Sinne funktionieren. Wie wichtig die Sinne für uns sind. :soblu
Grüße Coco

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