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Dana

Ribbel- und Recycling- Queen

  • »Dana« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 1 915

Registrierungsdatum: 11. März 2012

Wohnort: Baden-Württemberg

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1

Donnerstag, 8. September 2016, 09:30

Gedanken zum Internet

Fluch und Segen – das Internet

Meist denke ich, was für ein Luxus: Weiß man etwas gerade nicht, guckt man ins Internet, google und andere Suchmaschinen finden einfach alles. Was man früher mühsam recherchieren musste, vielleicht sogar in eine Bücherei oder Buchhandel fahren und in Büchern schmökern, Nachbarn oder Bekannte fragen – die Erfahrung von einzelnen uns bekannten Menschen wurde noch geschätzt. Man braucht keine Rezepte oder Anleitungen mehr sammeln. Alles ist jederzeit griffbereit im Internet.
Heute schreibt jeder seinen Senf dazu, es werden Tipps gegeben, bei denen in den Kommentaren (sofern es welche gibt) erst klar wird, dass sie nichts taugen. Auch Wikipedia wird gut genutzt und zitiert, obwohl dort keine gesicherten Informationen sind. Soviel ich weiß, kann dort jeder einen Beitrag veröffentlichen.
Gleichzeitig erfährt man im Internet einfach alles. Politische Themen, Terror, Gewalt, Unfälle – die Meinung von jedem dazu. Unsere Großeltern hatten diese Belastung nicht. Die Berichte waren auf einen bestimmten Umkreis beschränkt und eher selten erfuhr man etwas aus der Ferne. Die Belastung, das alles zu ertragen, war viel geringer. Hat man eine Krankheit oder auch nur den Verdacht, guckt man erst mal im Internet. Wenn man liest, was die anderen Menschen haben, ist das eine Belastung, die man zuerst nicht spürt. Ich habe den Eindruck, dass man das Leid der Welt sammelt und es ist einem nicht bewusst, wieviel Kraft das kostet. Psychische Belastungen steigen, Burnout, Depression – woher kommt das alles? Hat früher ein Brief mehrere Tage gedauert und mit einer Antwort hat man niemals in einer Woche gerechnet, so kommt heute die Antwort innerhalb von Stunden oder sogar Minuten. Nachrichten werden in Windeseile verbreitet. Ich habe nur noch eine Freundin, die Karten schreibt, alle anderen schicken ein eigenes Foto über WhatsApp.
Das Internet strotzt vor Wissen. Anstatt dass die Menschen dadurch nun aber mehr gebildet sind als früher, stellt man eher eine Verdummung fest. Auf Rechtschreibung und Grammatik wird gern verzichtet, auch die einfachsten Regeln des Anstands nicht mehr eingehalten. In der Anonymität des WWW wird kräftig ausgeteilt, was man bei einem Gegenüber eher nicht machen würde. Die Verrohung im Umgang miteinander wird langsam auch im „echten“ Leben deutlich und das nicht nur im Straßenverkehr. Die social networks übernehmen bei manchen Menschen die Kontakte, die man sonst zu Familie und Freunden hätte. Man verliebt sich nicht mehr in der Freizeit oder bei der Arbeit, sondern sucht den Partner online und kann dort nach Kriterien auswählen, die man im realen Leben erst sehr viel später erfahren würde.
Wir sind hier in einem schönen Forum, welches ja auch nur durch das Internet möglich wurde. Viele User kennt man schon, wenn auch virtuell. Sofern die User etwas schreiben und etwas von sich preisgeben, lernt man sich auch wirklich gut kennen und schätzen.
Ich für meinen Teil muss mich bemühen, dass das Internet in meinem Leben nicht übermächtig wird, sowohl beruflich als auch privat. Ich liebe die Vorzüge des allzeit verfügbaren Wissens. Ich muss Gespräche mit realen Menschen suchen und genießen, auf deren Meinung vertrauen, mit ihnen leben. Sie sind in meinem direkten Umfeld. Zum Glück kann das Internet nicht alles ersetzen: Fühlen, Riechen, Schmecken… Es soll nicht mein Leben leben oder mein Leben bestimmen.
Wie geht es Euch mit dem Internet?
LG

Dana :sport006: :cat02: :schaf02:

silke2world

Ex-Moderatorin, Englisch- und Technikbeauftragte ;-)

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Registrierungsdatum: 15. November 2010

Wohnort: Bergisch Gladbach (bei Köln)

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2

Donnerstag, 8. September 2016, 20:50

Für mich ist das Internet praktischer und benutzerfreundlicher als Bücher. Aber ich bin auch sehr geübt mit dem Netz und nutze es täglich. Natürlich ist es kein Ersatz für echte Kontakte. Ich kann gut mit dem Nebeneinander leben. Internet und echte Welt. Forum und echte Freunde. Websites und Bücher. Es gibt für alles ein für und wider und am Ende ist wichtig, dass ich entscheide. Ich. Und nicht das Netz. Oder meine Freunde.

Momentan hätte ich mal wieder Lust zum Vokabeln lernen. Und dazu nehm ich eine App, die mit einem Wörterbuch (Buch zum Anfassen..) integriert ist.

Die Kinder lesen Bücher und machen im Web bei Antonlin dazu kleine Quizrunden, um das Leseverständnis zu prüfen.

Und den Schund und Mist, den das Internet auch hereinspülen könnte, ignoriere ich. Ich bin so erpicht auf meine Themen, dass ich es meist nicht mal sehe, wenn mir Werbung eingeblendet wird. Internet ist eine Welt voller Strickmuster und Ideen ;-)
Viele Grüße
Silke
...die mit dem :sport005: kommt! und eine Schwäche, aber wenig Zeit für Crea hat

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kommentare, Nachrichten, Wissen